Tafel: Früchte des HerbstesEiner der Höhepunkte in der Reihe unserer Bordabende ist alljährlich das Törggelen, da freuen wir uns schon das ganze Jahr drauf. Ungefähr 30 Kameraden sind in diesem Jahr der Einladung gefolgt, und die Pantrygasten waren die Siekmanns, die Ilse und der Dieter.

Beim Betreten des Vereinsheimes gucken die meisten von uns routinemäßg auf die Tafel, was es denn heute so zu Essen gibt. Auf der stand "Früchte des Herbstes" - au weh, dachte ich mir, da habe ich meine Frau heute endlich mal locken können, dass sie mit kommt zum Bordabend, und dann gibt es nur Kartoffeln...

Eine tolle Tischdekoration!Dieter und Ilse haben sich aber schon bei der Dekoration schwer ins Zeug gelegt, die sah so richtig herbstlich aus. Dem Verdacht, er wäre einem Wald zu Leibe gerückt wies der Dieter aber weit von sich: Er hat sich an keinem noch stehenden Baum vergriffen! Diese liebevolle Dekoration weckte also die Hoffung, dass es nicht nur Kartoffeln geben würde (wobei ich Kartoffeln sehr schätze, aber es kann ja noch was dabei sein).

Das ist eine Maronischale, kein Baby-Igel!Bestandteil der Dekoration waren auch die Schalen der an uns verfütterten Maroni. Davon hat meine Frau mit Erlaubnis der Pantrygasten eine mit nach Hause genommen um die unserer Tochter zu zeigen - die kennt die noch nicht. Ihre klägliche Befürchtung "Igel?" ... dann mit intensiverer Stimme "Baby-Igel???" konnten wir zum Glück entkräften,

Ein leckerer Vorspeisenteller!Auch die Menufolge war entsprechend herbstlich: Erst mal gab es vorweg, um die wütenden Raubkatzen in den Eingeweiden zu besänftigen, einen leckeren Vorspeisenteller, siehe Bild.

Einfach schön: eine RoseAuf eine kräftige Maronensuppe folgte dann ein wunderbar zartes Gulasch mit Brezenknödel, da kann man nicht meckern! Und damit nicht genug: Es gab auch noch einen opulenten Nachtisch, eine Rotweinbirne mit Mascarponecreme!

Und, was den Schatzmeister ganz besonders freut: Dieses tolle Essen wurde auch noch von den Pantrygasten spendiert, die Einnahmen kann der Alfons also voll auf der Einnahmenseite verbuchen.

Unser Vereinsheim ist urgemütlich!Das ist deswegen besonders wichtig, weil wir uns gerade wegen der leider immer weiter sinkenden Mitgliederzahl schwer tun, die Unkosten für unser tolles Vereinsheim zu erwirtschaften. Auf Dauer können wir aber nicht von der Substanz leben, das kann nicht gut gehen! Ein Umzug würde vielleicht Mietkosten sparen, auf der anderen Seite würde aber der wunderbare Innenausbau unseres Vereinsheims verloren gehen und auch die zentrale Lage - für alle prima mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
An diese Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an unseren leider im Jahre 2009 verstorbenen "Holzwurm vom Dienst" Helmut Rahner, der - obwohl damals noch gar kein Vereinsmitglied - den Ausbau des damals neuen Vereinsheims in der Quellenstraße übernahm und später unser neues Vereinsheim in der Lilienstraße gestaltet hat. Wir werden diesen Kameraden nie vergessen!

So ein eigenes Vereinsheim ist wirklich toll! Wir riskieren nicht, dass das versprochene Nebenzimmer unerwartet an eine andere Gesellschaft vergeben wurde und wir uns im Gewühl von anderen Gästen wieder finden, oder dass wir uns unerwartet eine andere Vereinsgaststätte suchen müssen. Ein Blick in die Chronik der MK zeigt, dass das früher öfter mal vorgekommen ist.

Unsere Pantrygasten: Ilse und DieterIn unserem urgemütlichen Vereinsheim sind wir unser eigener Herr, keiner nervt uns durch Krakeelen. Wenn wir eine DVD zeigen wollen: Die Infrastruktur ist da, wir müssen sie nicht in der Gegend rum schleppen!

Aber zurück in die Gegenwart: Das war ein richtig gemütlicher Bordabend, wir sind beieinander gesessen und haben ausgiebig palavert, es wurde später und später bis - nach Mitternacht - auch der letzte Kamerad Anker auf ging. Noch mal ein herzlicher Dank an Dieter und Ilse!

Winfried Huber

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